Ziele und Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit

Ziele der pädagogischen Arbeit

Unsere Ziele orientieren sich am Situationsorientierten Ansatz mit den vier Kompetenzen und am Orientierungsplan Baden-Württemberg.

Aufgrund der Lebenssituation unserer Familien, die die aus vielen verschiedenen Ländern vor einigen Jahren oder auch erst vor kurzer Zeit zu uns gekommen sind, ist unser vorrangiges Ziel folgendes:

Das Kind uns seine Familie sind in Deutschland angekommen, fühlen sich wohl und integrieren sich in unsere Gesellschaft.

 

Das bedeutet weiterhin:

  • Das Kind kann in Deutsch kommunizieren, bevor der Übergang zur Schule stattfindet.

Es kann sagen, wie es ihm geht, seine Meinung ausdrücken, Geschichten verstehen und erzählen. Es kann einige Grundsätze der deutschen Grammatik umsetzen.

  • Die Eltern und das Kind haben Vertrauen in uns, fühlen sich angenommen und ernst genommen, mit ihrer Persönlichkeit, Kultur und Religion wertgeschätzt.
  • Die Kinder erleben und erfahren etwas über unsere deutsche Kultur, unsere christliche Religion, unsere Essgewohnheiten, Sitten und Umgangsformen.

 

Offenes Konzept

Unsere Einrichtung arbeitet seit Sommer 2015 nach dem offenen Konzept.

Das bedeutet, dass das einzelne Kind zu einer Bezugsgruppe mit Bezugserzieherin gehört. Die Bezugsgruppen sind altershomogen, jede Altersgruppe bildet eine Bezugsgruppe.

In der Regel begleitet die Bezugserzieherin ihre Bezugskinder von Beginn seiner Kindergartenzeit an bis zum Abschluss der Kindergartenzeit mit dem Schulbeginn.

Die Bezugserzieherin ist verantwortlich für Beobachtungen, Lerngeschichten, Entwicklungs-Stufenblätter und Entwicklungsgespräche mit Eltern, wobei dies immer in Absprache und Austausch mit dem Gesamtteam geschieht.

Offenes Konzept bedeutet auch, gruppenübergreifendes Zusammenarbeiten, Projektarbeit in unterschiedlichen Zusammensetzungen. Zwar sind auch während der Freispielzeit alle Türen geöffnet, das Kind kann wählen, wo, mit wem und wie lange es etwas spielen will, aber offen bedeutet auch, offen sein für die Bedürfnisse der Kinder, Eltern und Erzieher und deren Anliegen.

 

Ziele des offenen Konzepts:

  • Stärkung der Ich-Kompetenz
    - Das Kind ist sich seiner Selbstwirksamkeit bewusst und ist eigeninitiativ tätig.
    - Das Kind vertritt seine Meinung gegenüber anderen in angemessener Art und Weise,
      kann Argumente  geben und annehmen
  • Stärkung der Sachkompetenz
    - Das Kind findet sich im Kindergarten zurecht und weiß, wo es was und wen finden kann.
  • Stärkung der sozialen Kompetenz
    - Das Kind findet eigene Lösungen
    - Das Kind stellt sich einem Konflikt, kann ihn aushandeln und Kompromisse finden
  • Stärkung der Lernmethodischen Kompetenz
    - Das Kind bleibt mit Ausdauer und Freude an einer begonnenen Arbeit
    - Das Kind weiß was es tun möchte, was es dafür benötigt und wo es die notwendigen
      Materialien und evtl. Hilfen bekommt.
    - Das Kind hat Freude am forschenden Lernen

Sprachförderung nach Kikus

In unserer Einrichtung treffen viele Kinder aus unterschiedlichen Herkunftsländern zusammen. Ihre gemeinsame Kommunikationsbasis ist Deutsch.

Sprachförderung hat daher bei uns einen hohen Stellenwert.

Wir sind aufgenommen in das Bundesprogramm der Sprachkitas seit März 2016 und haben über das Projekt eine zusätzliche Fachkraft als Spracherzieherin.

In den Dialogen mit dem einzelnen Kind und in den Gesprächsrunden während des Morgenkreises achtet jede Fachkraft besonders auf die Sprache.

In Kleingruppen erlernen Kinder auf spielerische Art und Weise in interessant und abwechslungsreich gestalteten Stunden Deutsch als erste Fremdsprache.

Dabei wird der Fokus auch auf die Herkunftssprache gerichtet. Die Kinder erfahren hierbei, dass es eine Bereicherung ist, wenn sie schon von klein auf zwei- oder mehrsprachig aufwachsen.

 

Gruppe der 1-3 jährigen Kinder

Unsere Kleinkindgruppe hat innerhalb des offenen Konzepts eine Sonderstellung. Schon aufgrund der Lage (separates Stockwerk) erleben die Kinder einen besonders geschützten Raum für sich selbst.

Erst, wenn sie sich in der Lage sehen, die älteren Kinder zu besuchen werden sie in das offene Konzept eingeführt.

Bis zu diesem Zeitpunkt sind es andere pädagogische Grundlagen, die das Zusammenleben der Kleinkindgruppe prägen.

  • Wir arbeiten angelehnt an die Pädagogik Emmi Piklers und an die Prinzipien der Reggio-Pädagogik

Dies spiegelt sich auch in unserem Eingewöhnungskonzept und der beziehungsvollen Pflege und Sauberkeitserziehung.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern hat eine besondere Bedeutung, da sich die Kinder selbst ja noch nicht immer äußern können. Ihr wird viel Zeit gewidmet.

Kommt dann die Zeit der Umgewöhnung in den Kindergarten, achten wir auf einen behutsamen, individuellen Wechsel, jedes Kind in dem ihm angemessenen Tempo.