Evangelische Junge Gemeinde Schwenningen (EJGS)

 

Was vielen Kirchengemeinden oder auch auf Bezirks- und Landeskirchenebene "EJW" (Evangelisches Jugendwerk) heißt, trägt in Schwenningen den Namen "Evangelische Junge Gemeinde Schwenningen" (kurz:EJGS), vor Jahrzehnten standen bei dieser Namensgebung damalige Bezüge zu den "Jungen Gemeinden" der DDR-Kirchen im Hintergrund.

 

Innerhalb der EJGS wird zentral die Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinde Schwenningen organisiert. Für die Gestaltung und Fortentwicklung der Arbeit sind ein/e Jugendreferent/in (Diakon/in), seit 2010 Caroline Oerder, gemeinsam mit dem zuständigen Pfarrer, seit 2002 Andreas Borchardt, verantwortlich.

Begleitet wird die Arbeit vom Ausschuss für Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinde (AKJ), vielen noch unter dem alten Namen "AK Jugend" der EJGS bekannt. Dieser setzt sich zusammen aus den beiden Hauptamtlichen (s.o.), zwei KirchengemeinderätInnen (derzeit Heidemarie Bischof und Gerhard Schilling), einem Vertreter des VCP (derzeit Daniel Weidling), drei gewählten Jugendlichen der EJGS (derzeit Kathrin Haarbeck, Vicky Müller und Vanessa Nane Merkle) sowie drei weiteren Jugendlichen der EJGS mit beratender Stimme ( Franziska Grießhaber, Franziska Noppel, Judith Kunze und Marc Götz).

In EJGS wie auch in der Kirchengemeinde als ganzem verstehen wir uns als eine offene Gemeinde, die von der persönlichen und der gesellschaftlichen Relevanz des Evangeliums überzeugt ist.

Kinder und Jugendliche möchten wir im Horizont ihrer Lebenswelt und ihrer Persönlichkeitsentwicklung mit der befreienden Kraft dieses Evangeliums in Berührung bringen - und ihnen auch die Verantwortung des Glaubens für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung nahebringen.

 

Im Zusammenhang gegenwärtiger gesellschaftlicher Veränderungen haben wir 2009 das Arbeitsfeld „Jugendarbeit und Schule“ als einen neuen Arbeitsbereich der EJGS festgelegt. Als konkrete Umsetzung dieses Arbeitsfeldes fand im Schuljahr 2011/2012 erstmals ein Kindermusical-Projekt innerhalb der Ganztagsschule Gartenschule Schwenningen statt, gemeinsam geleitet von Jugendreferentin Oerder und Kirchenmusikerin Susanne Heinrich.

Prägende hauptamtliche Persönlichkeiten aus der Geschichte der EJGS:

Die Geschichte der EJGS wurde seit ihren Anfängen maßgeblich immer auch von den Ehrenamtlichen geprägt, wir müssen uns im Moment an dieser Stelle dennoch zunächst auf den Bereich der Hauptamtlichen begrenzen- spätere Erweiterungen sind nicht ausgeschlossen und für entsprechende Textbeiträge sind wir offen und dankbar.

Jugendreferent Markus Buck: 2003-2009

Markus Buck, der von Herbst 2003 bis Herbst 2009 als Jugendreferent bei uns tätig war, haben wir im September mit großem Dank verabschiedet. Er ist nun als Bezirksjugendreferent in Calw tätig. Buck hat Gruppen und Mitarbeiterschaft der EJGS neu aufgebaut, Projekte wie "Leben teilen", der jährliche Kindertag sowie das EM-Studio 2008 waren besondere Höhepunkte seiner Zeit in Schwenningen. 

 

 

Jugendreferent Ralf Rollenbeck 1995-2003

In die Zeit Ralf Rollenbecks fiel der Übergang der Offenen Arbeit, die in den 90er-Jahren das Projekt "s'Fabrikle" betrieben hatte, wieder in die Gemeindehäuser. Das "Loch" wurde in Eigenarbeit im Kellergeschoß des Muslenzentrums als Offener Treff ausgebaut.

 

 

 

Jugendpfarrerin Esther Kuhn-Luz 1991-2002

Esther Kuhn-Luz war über 10 Jahre innerhalb des Schwenninger Pfarrerteams für die Jugendarbeit zuständig. In den 90er-Jahren startete die EJGS unter ihrer Leitung als neues Projekt die Offene Arbeit - in einer ehemaligen Schwenninger Fabrik, dem "Fabrikle" in der Jakob.-Kienzle-Straße.

Über Schwenningen hinaus bekannt wurden auch die kreativ und öffentlichkeitswirksam gestalteten ökumenischen Jugendkreuzwege, die sie gemeinsam mit dem katholischen Kollegen Pastoralreferent Uli Viereck, Jugendreferent Ralf Rollenbeck u.a. ab Ende der 90er-Jahre entwickelte.

Jugendreferentin Monika Moll (1987-1992)

Mit Monika Molls Anstellung, sie war neben den Morgen- und Abendgebeten vor allem für die Arbeit mit Kindern, die Freizeiten für Kinder und die Begleitung der Mitarbeitenden in den Jungscharen zuständig, begann eine neue Zeit in der EJGS. Es gab formal zwei halbe Jugendreferenten, real aber eben eine Frau und einen Mann als Kontaktpersonen in der EJGS. Sie riskierte – nicht ganz konfliktfrei in der Genehmigungsphase durch den Kirchengemeinderat – zusammen mit Robby Höschele eine der ersten Stellenteilungen unter Jugendreferenten in der Evang. Landeskirche in Württemberg.

Jugendreferent Robby Höschele (1987-1992)

Robby Höschele war zuerst zu 100 % angestellt, später zu 50% in Stellenteilung mit Monika Moll. Er hat viele Pflänzchen der jungen EJGS weitergepflegt, etwa das Morgen- und Abendgebet und die Freizeiten und hat zusammen mit dem Arbeitskreis Jugend, besonders mit Bernhard Schlenker den Offenen Treff „Fabrikle“ aufgebaut. Während der 50%-Anstellung war er vor allem für die Arbeit mit Jugendlichen zuständig und für den Kontakt zwischen Konfirmandinnen/Konfirmanden und der Jugendarbeit. Die durch die Stellenteilung „frei“ gewordene Zeit nutze er für die Ausbildung zum Spiel- und Theaterpädagogen.

Jugendpfarrer Kurt Seemüller- 1983 bis 1991

Kurt Seemüller, verstorben im Juni 2010,  - war bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand nahezu 25 Jahren in der Schwenninger Kirchengemeinde tätig, zuletzt 17 Jahre als Diakoniepfarrer.

Zuvor hatte er jedoch das Jugendreferat inne. In jener Zeit ist z.B. die Osternacht entstanden - als Projekt der EJGS, inzwischen ein selbstverständlicher Teil der Gottesdienstlandschaft der Kirchengemeinde geworden.

Wöchentlich trafen die Jugendlichen der EJGS sich in jenen Jahren in großer Runde zum Abendgebet am Freitagabend, zeitweise sogar am gleichen Tag in aller Frühe zum Frühstück mit Morgengebet.

Jugendreferent Ulrich Marstaller bis 1983

Ulrich Marstaller, erster hauptamtlicher Jugendreferent der Kirchengemeinde hat die EJGS in ihrer Anfangszeit zusammen mit vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Leben erfüllt: Freizeiten, Wochenenden für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das Morgen- und Abendgebet und vieles andere mehr.

Jugendpfarrer Peter Pfitzenmaier bis 1983

Peter Pfitzenmaier war als Gemeindepfarrer in Johannes II gleichzeitig Jugendpfarrer und hat die Gründung der EJGS 1979 entscheidend mitgeprägt und die Entwicklung bis 1983 konsequent begleitet.