Ökumene

Ökumene in VS

Ökumenischer Gottesdienst Ende Juli auf dem Muslenplatz- feste Tradition seit 1999

Ökumene ist kein Selbstzweck – oder die Idee von Pfarrerinnen und Pfarrern, die sonst nichts zu tun haben. „Ich bitte... auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“    So lässt der Evangelist Johannes Jesus kurz vor seiner Gefangennahme im so genannten hohenpriesterlichen Gebet beten ( Johannes 17, 20 und 21). Das Miteinander von Christen ist deshalb Aufgabe jedes Christen.

In Schwenningen hat dieses Miteinander eine lange, selbstverständliche und sehr freundliche  Tradition: Evangelische, römisch-katholische und evangelisch-methodistische Gemeindemitglieder – wir kennen uns und wir besuchen uns in den verschiedenen Veranstaltungen unserer Gemeinden. Wird – wie 2007 - die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt umgebaut, lädt die evangelische Kirchengemeinde die katholische Nachbargemeinde selbstverständlich ein, ihre Gottesdienste in der evangelischen Johanneskirche zu feiern. Umgekehrt passiert das natürlich genauso.

Selbstverständlich feiern wir auch Gottesdienste miteinander. Gottesdienste feiern ist doch das Wichtigste, was die Gemeinde Jesu Christi tun kann.

Brautpaare, die beiden Konfessionen angehören, können selbstverständlich ökumenisch getraut werden. Wenn Sie eine ökumenische Trauung planen, setzen Sie sich bitte mit Ihrer Gemeindepfarrerin oder Ihrem Gemeindepfarrer in Verbindung.

Wenn es nach uns in Schwenningen ginge: selbstverständlich würden wir dann auch das Abendmahl miteinander feiern. Das verbietet der Papst bis heute. Trotzdem sind natürlich katholische Christen im evangelischen Gottesdienst zum Abendmahl eingeladen. Genauso wie wir uns eingeladen fühlen, wenn in der katholischen Kirche Kommunion gefeiert wird. Nach evangelischem Verständnis ist es ja der auferweckte Jesus Christus selbst, der zu seinem Mahl einlädt. Und wo Jesus einlädt, da lädt er alle ein und schließt niemanden aus. 

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Schwenningens – ACKS
1991 bekam dieses sehr gute Miteinander eine gute Form: die evangelische, die evangelisch – methodistische und die römisch-katholischen Kirchengemeinden schlossen sich zur Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Schwenningens – ACKS - zusammen. 2003 trat die kleine griechisch-orthodoxe Gemeinde dieser Arbeitsgemeinschaft bei.

In diesem Vertrag ist festgeschrieben, dass sich Delegierte aus allen ACKS Kirchen im Jahr mindestens 3x treffen. Bei dieser Zusammenkunft werden offen und freundschaftlich viele Informationen ausgetauscht und viele Fragen besprochen, die wir in unseren Gemeinden haben. Dazu organisieren wir in diesem Kreis die verschiedensten gemeinsamen Veranstaltungen.

2x jährlich trifft sich der Kreis aller theologisch ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Gemeinden im ACKS Theologenkonvent. Auch in diesem Kreis informieren wir uns ausführlich, stimmen vieles miteinander ab und bereiten das eine oder andere vor.

Die Kirchen der ACKS arbeiten vorbildlich – und wirklich im Geist Jesu Christi – miteinander.

Was wir ökumenisch tun:

Die ACKS bereitet einmal im Jahr eine Ökumenische Woche vor.

Eine Gruppe aus der ACKS bereitet regelmäßig  Gottesdienste vor und lädt dazu ein:

  • am Pfingstsonntag um 10 Uhr in die Stadtkirche
  • am letzten Sonntag vor den Sommerferien um 9 Uhr auf den Muslenplatz  (9 Uhr, weil es dann noch nicht so heiß ist)
  • am Volkstrauertag zu Gottesdiensten mit Kanzeltausch, d.h. mit PredigerInnen der jeweils anderen Konfession.

Seit Jahren feiern die Gemeinden der Johanneskirche und der Mariä Himmelfahrtskirche  am 2. Weihnachtsfeiertag um 10 Uhr in der sehr schön renovierten Kirche Mariä Himmelfahrt

und am Ostermontag um 10 Uhr in der Johanneskirche ihre Gottesdienste gemeinsam.

Diese Gottesdienste sind immer ein ganz besonderes Erlebnis – vor allem auch das selbstverständliche Miteinander von Christinnen und Christen aus verschiedenen Kirchen.

Zuguterletzt:

Alle Gottesdienste, in denen die Erstklässler für ihre Schulzeit Gottes Segen ganz persönlich zugesprochen bekommen, sind in Schwenningen natürlich ökumenisch – genauso wie alle Schulgottesdienste.

Baden-Württembergische Ökumene
Eine ganz besondere Ökumene, die eigentlich nur Insider so wahrnehmen, gibt es zwischen Villingen und Schwenningen.

Villingen gehört katholischerseits ins Erzbistum Freiburg, die Evangelischen gehören zur badischen Landeskirche. Wir in Schwenningen gehören katholischerseits ins Bistum Rottenburg-Stuttgart und wir Evangelischen zur württembergischen Landeskirche.

Beobachten Sie selbst: auch hier wächst über Diözesan-, Landeskirchen- und Stadtbezirksgrenzen hinweg ein freundliches und gutes Miteinander - zum Wohl der Menschen in unserer gemeinsamen Stadt und drumherum.

Ökumenischer Kirchentag
Ein besonderer Höhepunkt dieses ökumenischen Miteinander war sicher der Ökumenische Kirchentag, den wir vom 29. Juni bis 1. Juli 2007 unter dem Motto L(i)ebenswert Leben miteinander gefeiert haben.
Im Jahr 2015 feierten wir vom 26. - 28. Juni nun den 2. Ökumenischen Kirchentag, unter dem Thema "Zukunft und Hoffnung finden".

Ebenso erinnern sich viele gerne auch an die Veranstaltungen im Kirchenpavillon auf der Landesgartenschau im Jahr 2010 und am gleichen Ort ebenso als ökumenisches Angebot bis heute - "Kirche draußen - Ökumenischer Kirchenpavillon".  Auch das machten wir selbstverständlich und freundschaftlich miteinander.