Pauluskirche

Pauluskirche- Adresse: Paulusplatz 10 (Ecke Reutestraße)
Paulus-Gemeindehaus, Adresse: Reutestraße 43 (direkt neben der Pauluskirche)

Gemeindebezirk und Pfarrersehepaar

Der Bezirk der Pauluskirche mit derzeit rund 1700 Gemeindegliedern erstreckt sich im Süden vom Wohngebiet Frühlingshalde über den eigentlichen Neckarstadtteil – begrenzt durch den Verlauf des Neckars bis zum Gebiet rechts der Rottweiler Straße, der Talstraße und der Hammerstatt bis ins Gunnental.

Daneben gehören die Dörfer Mühlhausen und Weigheim ebenfalls zum Paulusbezirk, dort finden jeweils monatlich evangelische Gottesdienste statt.

Derzeit vollzieht sich v.a. im Neckarstadtteil ein Generationenwechsel, wobei ein deutlicher Anteil der jungen Familien, die die Häuser mit ihrer teilweise einfachen Ausstattung beziehen, Familien mit Migrationshintergrund sind, die nicht zur evangelischen Gemeinde gehören.

Die Pfarrstelle an der Pauluskirche teilen sich seit 1994 Pfarrerin Brigitte Güntter und Pfarrer Andreas Güntter.

Mehr Informationen zum Pfarrer und zur Pfarrerin

Der „Paulustreff“ begleitet das Pfarrersehepaar als aktives Gesprächs- und Beratungsgremium, das Verantwortung für die Belange der Gemeinde übernimmt und sich bei verschiedensten Gemeindeveranstaltungen aktiv einbringt. Tradition geworden sind neben den Gottesdiensten das Pfarrgartenfest, der Ökumenische Begegnungstag in Mühlhausen, der Ökumenische Familiengottesdienst vor den Sommerferien in Weigheim.

Das Gottesdienstprofil in der Pauluskirche

Ausgestattet mit Bänken und Stühlen mit ca. 260 Sitzplätzen, mit Fenstern auf der Westseite, ist sie bestens geeignet für das besondere Profil, das ihr im Rahmen der neuen Gottesdienstordnung im Jahr 2004 zugedacht wurde:

Zum einen findet hier jeden Sonntag um 18.00 Uhr ein Abendgottesdienst statt, verbunden mit Elementen von Stille und Meditation.

Zum anderen liegt der gottesdienstliche Schwerpunkt auf der Arbeit mit Familien mit Kindern aller Altersstufen: So wird in der Regel an zwei Sonntagen im Monat zu Gottesdiensten für alle Generationen eingeladen - jeweils beginnend um 10.30 Uhr, daneben werden immer wieder Kinderbibeltage veranstaltet, immer wieder sind die beiden evangelischen Kindergärten des Gemeindebezirks sowie kommunale Kindergärten an Gottesdiensten beteiligt.

Gemeindeleben - Vesperkirche

Als weiteren Schwerpunkt öffnet die Pauluskirche seit Januar 2004 regelmäßig in der kalten Jahreszeit für 4 Wochen als Vesperkirche ihre Pforten.

Daneben finden in der Pauluskirche immer wieder Konzerte mit kammermusikalischen Ensembles statt, die den intimen Charakter des Raumes schätzen – oder auch Kunstausstellungen, wie z.B. vor wenigen Jahren mit Bildern des Schwenninger katholischen Künstlers und Theologen Uli Viereck zum Themenbereich „Labyrinthe“.

Die Erbauung der Pauluskirche

Durch das rasante Wachstum der Uhrenindustrie wurde aus dem ehemaligen Bauerndorf auf der Baar zunächst das größte Dorf Württembergs - und dann 1907 eine Stadt.

Diese Stadt Schwenningen war schon in den Jahren zuvor insbesondere im Süden, jenseits der Bahnlinie, entlang des Neckars weitergewachsen, so hatten sich viele Fabrikarbeiter hier ihr Häusle erstellt- ein neues Wohngebiet ganz eigener Art war entstanden- am „Neckr“ wohnten nun die „Necklemer“.

Und von kirchlicher Seite wurde der Gedanke immer stärker, in diesem neuen Stadtteil vor Ort präsent zu sein.

Nach Plänen des Stuttgarter Architekten Martin Elsässer (später Frankfurt und München) wurde im Jahr 1910 die Pauluskirche als zweite evangelische Kirche in Schwenningen mit Elementen des ausgehenden Jugendstils erbaut, als ein ganz besonderes Schmuckstück des neueren Kirchenbaus.

Die Pauluskirche – ein künstlerisches Schmuckstück.

Charakteristisch ist die Außenfassade aus warmem Schwenninger Ziegelstein, der gedrungene achteckige Turm, die Metallsprossenfenster - die an alte Industriegebäude erinnern -  und der schlichte Innenraum in einheitlichem Stil.

Viele Details mit besonderer Botschaft und Symbolik gibt es zu entdecken, die Jugendstil-Gestaltung dieser Kirche bildet einen angenehmen Gegenpol zur eher nüchternen Atmosphäre der Stadtkirche.

Lage und Ensemble

Dazu kommt die prägnante  Lage auf der Reute, einer Erhebung am Südostrand der Stadt, wo die Kirche ein Ensemble mit dem Pfarrhaus und dem in den 60er-Jahren erbauten Paulusgemeindehaus bildet.

Punktuell haben auch spätere Jahrzehnte künstlerische Spuren hinterlassen in der Pauluskirche, im ganzen ist aber die ursprüngliche Konzeption erhalten geblieben.

Als besonderes Kleinod ist in den letzten Jahren das Labyrinth auf dem Vorplatz zwischen Kirche und Gemeindehaus dazugekommen, im Zusammenhang mit der Neugestaltung dieses ganzen Bereichs. Es lädt zur Besinnung und Meditation über die Wege des Lebens ein.